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Gesundheit
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Veröffentlicht am 30.11.2021

3 Gelenkwickel bei Schmerzen durch Rheuma oder Gicht

Gelenkwickel lindern Schmerzen bei Rheuma, Arthrose oder Gicht. Die dafür verwendeten Hausmittel Natron, Heilerde und Kohl wirken zudem entzündungshemmend. Hier finden Sie 3 einfache Rezepte mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für selbstgemachte Gelenkwickel mit Heilerde, Natron oder Kohl.

Gelenkwickel sind ein probates Mittel bei schmerzenden Gelenken

Wenn die Gelenke schmerzen, kann ein Gelenkwickel wohltuende Linderung bringen.
Bildnachweis: AdobeStock/mintra

Unsere Großmütter wussten noch um die Heilkraft von Hausmitteln. Selbstgemachte Wickel gehörten traditionell in ihr Repertoire. Beispielsweise gegen Husten, Erkältung oder Zahnschmerzen, ebenso auch gegen Verstauchungen oder schmerzende Gelenke. Ein Gelenkwickel ist ein bewährtes Mittel bei Beschwerden, die mit Rheuma, Arthrose oder Gicht einhergehen. Lesen Sie hier, wie Natron bei Gelenkschmerzen hilft und wie Sie dies am besten anwenden. Unsere drei Gelenkwickel mit Natron gegen Gicht und Arthrose, Heilerde bei Rheuma und einem Kohlwickel bei Arthrose sind im Nu gemacht. Warum nicht einfach einmal ausprobieren?

Gelenkwickel für Knie, Füße, Hände oder Ellbogen sind nach alten Hausrezepten schnell gemacht. Je nach Ursache der Gelenkschmerzen können sie das betroffene Gelenk wärmen, fixieren, kühlen oder auch abschwellen. Drei einfach Rezepte für kalten und warme Gelenkwickel haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Basenwickel mit Natron hilft bei Arthrose

Natriumhydrogencarbonat, oder anders gesagt Natron, finden Sie in jedem Supermarkt, auch in Drogerie oder Apotheke. Ein Gelenkwickel mit Natron wirkt entzündungshemmend und ist eine ganz einfache Möglichkeit, etwas gegen Ihre Gelenkbeschwerden bei Rheuma, Arthrose oder Gicht zu tun.

Das brauchen Sie für den Gelenkwickel mit Natron:
Eine Schüssel mit einem Liter Fassungsvermögen, 50 Gramm handelsübliches Natron, ein Baumwolltuch, z.B. ein Geschirrtuch, und ein Handtuch.

So wird der Basenwickel gemacht:

  • Füllen Sie eine Schüssel mit etwa 1 Liter Wasser. Sie können handwarmes oder kaltes Wasser verwenden – je nachdem, was für Ihre Gelenke am angenehmsten ist. Bei rheumatischen Entzündungen wird Ihnen kälteres Wasser wohltun, bei Arthrose wird dagegen Wärme angenehmer sein.
  • Geben Sie 50 Gramm Natron ins Wasser und rühren Sie gut um, bis sich das Pulver gelöst hat.
  • Tauchen Sie dann ein Baumwolltuch (zum Beispiel ein Geschirrtuch) in die Natronmischung, wringen Sie es aus und legen Sie es anschließend auf die ungefähre Größe des zu umwickelnden Gelenks zusammen.
  • Wickeln Sie das feuchte Tuch dann möglichst faltenfrei um das betroffene Gelenk.
  • Legen Sie abschließend noch ein trockenes Tuch darum, bevor Sie den Wickel ungefähr 20 Minuten einwirken lassen.
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Ein Wickel mit Heilerde tut gut bei Gelenkschmerzen.
Bildnachweis: GU

Warmer oder kalter Gelenkwickel mit Heilerde

Heilerde hat einen hohen Mineralstoff- und Siliziumanteil und wirkt dadurch entzündungshemmend. Auch hier gilt: Bei Arthrose bringt Wärme Entlastung. Sollte das betroffene Gelenk dagegen bei Rheuma oder einem akuten Gichtanfall entzündet, geschwollen oder heiß sein, rühren Sie die Heilerde stattdessen mit kaltem Wasser an.

Das brauchen Sie für den Gelenkwickel mit Heilerde:
Eine kleine Schüssel zum Anrühren des Breis, Heilerde zur äußeren Anwendung, ein Baumwolltuch, z.B. ein Geschirrtuch, und ein Handtuch.

So wird der Heilerde-Wickel gemacht:

  • Rühren Sie zunächst aus Heilerde und Wasser der gewünschten Temperatur in einer kleinen Schüssel einen dicken Brei. Tragen Sie die Paste aus Heilerde danach direkt auf das schmerzende Gelenk auf.
  • Wickeln Sie dann ein Baumwoll- oder Leinentuch darum und zudem ein weiteres Handtuch.
  • Lassen Sie den Wickel solange einwirken, bis er sich kalt anfühlt oder bis die Heilerde getrocknet ist.
  • Entfernen Sie den Wickel und nehmen Sie den angetrockneten Heilerde-Brei mit kaltem oder warmem Wasser ab.
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Kieselsäure hilft äußerlich und innerlich bei Gelenkschmerzen - Brennnesseltee ist eine gute Quelle für Silizium.
Bildnachweis: AdobeStock/Madeleine Steinbach

Silizium sollten Sie bei Gelenkschmerzen übrigens nicht nur äußerlich anwenden, sondern auch darauf achten genügend davon einzunehmen. Eine einfache Möglichkeit, ebenfalls aus der Naturapotheke stellen Aufgüsse oder ein Sud mit Brennnesseln dar.

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Wirsing und Weißkohl eignen sich beide ausgezeichnet für die Herstellung eines entzündungshemmenden Gelenkwickels.
Bildnachweis: GU/jump

Entzündungshemmender Kohlwickel

Der entzündungshemmende Kohlwickel ist der Klassiker unter den Gelenkwickeln. Kohl enthält antientzündliche Stoffe wie Senfölglycoside. In Studien wurde nachgewiesen, dass Kohlwickel eine ähnliche Wirkung haben wie der Arzneistoff Diclofenac.

Da Sie für den Wickel nur die äußeren Blätter des Kohlkopfes brauchen, können Sie den ganzen Rest im Sinn der Nachhaltigkeit zum Kochen verwenden. Kohl ist ein guter Partner für schmackhafte antientzündliche Gerichte. Wie wäre es denn beispielsweise mit einem vegetarischen Karoffelcurry, das Sie auch mit Kohl variieren können?

Das brauchen Sie für den Gelenkwickel mit Kohl:
Drei große äußere Blätter von Weißkohl oder Wirsing, Messer, Schneidbrett und Teigrolle (beides nicht aus Holz), eine elastische Binde und ein Handtuch.

So wird der Kohlwickel gemacht:

  • Waschen Sie die Blätter und schütteln Sie sie trocken. Schneiden Sie mit dem Messer die dicken Blattrippen heraus.
  • Legen Sie die Kohlblätter auf eine Unterlage, die keine Feuchtigkeit aufnimmt – ein Holzbrett wäre daher ungeeignet. Walzen Sie mit dem Nudelholz kräftig darüber, bis etwas Kohlsaft austritt.
  • Legen Sie die feuchten Kohlblätter nun dachziegelartig auf das schmerzende Gelenk und fixieren Sie sie anschließend mit einer elastischen Binde.
  • Um eine möglichst intensive Wirkung zu erzielen, sollte der Wickel mindestens 1 Stunde, besser über Nacht auf dem Gelenk bleiben, und die Anwendung über mehrere Wochen wiederholt werden.

Suchen Sie bei dauerhaften Gelenkschmerzen bitte einen Arzt oder ein Ärztin auf, um die Ursache abklären zu lassen. Hausmittel wie Tinkturen, Wickel oder Salben können eine Therapie nur begleiten, aber nicht ersetzen.

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