Gesundheit

Arthritis: Ursache sind Entzündungen im Körper

Autoimmunerkrankung Rheumatoide Arthritis als häufige Ursache von Gelenkschmerzen

Was im Volksmund schlicht „Rheuma“ heißt, ist ein ganzes Spektrum mit etwa 200 verschiedenen Krankheiten. Zur Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen gehört die Rheumatoide Arthritis, eine Autoimmunerkrankung, die sich in geschwollenen Händen und Fingern äußert. Typische Symptome sind zudem steife Gelenke am Morgen sowie Schmerzen und Schwellungen. Mehr zu Ursachen, Krankheitsverlauf, Diagnose und Behandlung der Arthritis lesen Sie hier.

Was ist eine Rheumatoide Arthritis?

Bei rheumatoider Arthritis (RA) begehrt das Immunsystem gegen den eigenen Körper auf und startet mit Entzündungen zumeist in Fingergelenken, Zehengrundgelenken oder auch Handgelenken. Abwehrzellen, die eigentlich Krankheitserreger bekämpfen sollen, wandern aufgrund einer Fehlsteuerung in die Körpergelenke. Dort setzen sie entzündungsfördernde Botenstoffe wie TNFalpha und Interleukine frei.
Diese greifen die Gelenkinnenhaut an und es kommt zu einer heftigen Inflammation. Bleibt diese chronische Entzündung in den Gelenken unbehandelt, wuchert die entzündete Schleimhaut mit der Zeit in den Knorpel und den darunterliegenden Knochen hinein.

Während bei Arthrose eine Knorpelschädigung mit niedrigschwelligen Entzündungen einhergeht, greifen bei Arthritis hochaggressive Entzündungen die Gelenkschleimhaut an.
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Symptome und Verlauf einer Arthritis

Etwa 1 Prozent der Erwachsenen in Deutschland kämpft mit „Gelenkrheumatismus“, wie diese entzündliche rheumatische Krankheit früher häufig genannt wurde, Frauen etwa doppelt bis dreifach so häufig wie Männer.

Frühstadium: Warnsignale erkennen

  • Gelenkschwellungen
  • Schmerzen in den Gelenken
  • morgendliche Steifigkeit von Fingern, Händen oder Zehen, oft länger als eine Stunde
  • Müdigkeit, Erschöpfung oder leichtes Fieber allgemeines Krankheitsgefühl

Anfänglicher Verlauf einer Arthritis

Rheumatoide Arthritis zu erkennen, ist nicht immer einfach. Zum ersten Mal macht sich die Autoimmunerkrankung üblicherweise an den kleinen Gelenken (Finger-, Zehengelenke) oder Handgelenken bemerkbar. Sie schmerzen und sind vor allem nach dem Aufstehen so steif, dass Bewegungen schwerfallen. Dies kann bis zu einer Stunde andauern. Auffällig ist auch, dass die Gelenke in der Regel symmetrisch, das heißt auf beiden Seiten gleichzeitig, betroffen sind.

Nach den ersten Anzeichen ist es gut möglich, dass die Krankheit über Wochen und Monate stabil bleibt. Plötzlich kann sie in einen schubweisen schweren Verlauf übergehen. Bei manchen Menschen sind fast alle Gelenke befallen, dann spricht man von einer chronischen Polyarthritis. Bei anderen bleibt die Erkrankung über Jahre hinweg auf wenige Gelenke beschränkt. Insgesamt gesehen verläuft diese rheumatisch-entzündliche Erkrankung bei etwa 30 Prozent der Patienten mild und stabil. Dagegen müssen 70 Prozent mit einer kontinuierlichen Verschlimmerung ihrer Beschwerden rechnen, wenn eine optimale Behandlung ausbleibt.

Fortgeschrittenes Stadium

Unbehandelt breitet sich die Autoimmunerkrankung allmählich in Richtung Körpermitte aus. Nun betrifft sie auch die größeren Gelenke an Ellenbogen, Schultern, Knie, Hüfte oder die Sprunggelenke. Außerdem greift die Entzündung oft auf Schleimbeutel des Gelenks und Sehnenscheiden über. Mitunter ist auch die Wirbelsäule, vor allem die Halswirbelsäule, betroffen.

Bei einem schweren Verlauf kann Arthritis auch andere Organe und Strukturen in Mitleidenschaft ziehen, etwa Herz, Lunge, Rippenfell, Augen, Nerven und Blutgefäße. Das Risiko für eine Arteriosklerose mit ihren negativen Folgen für Herz oder Kreislauf steigt damit beispielsweise um knapp 50 Prozent. Diese Verkalkung der Herzkranzgefäße ist unter anderem eine Folge der chronischen Entzündung. Die Entzündungsmediatoren, die die Gelenke schmerzen lassen, verteilen sich über den Blutkreislauf im Körper und schädigen dabei die Gefäße.

Eine fortschreitende, unbehandelte Arthritis führt nicht nur zu einer Verformung der Gelenke, sondern hat weitreichende Folgen für den gesamten Organismus.
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In 20 Prozent der Fälle bilden sich Rheumaknoten, etwa im Bereich der Finger oder des Ellenbogens. Bleibt die Entzündung ungebremst, werden die Gelenkstrukturen zunehmend abgebaut – bis hin zur vollständigen Zerstörung der Gelenke.

Autoimmunerkrankungen: Entzündungen außer Kontrolle

Eine Entzündung – oder Inflammation – verrät normalerweise, dass die Körperabwehr funktioniert ganz wie sie soll. Gelangen etwa Bakterien oder Viren in den Organismus, startet ein Prozess, bei dem Immunzellen, Botenstoffe und molekulare Werkzeuge die Krankheitserreger zügig unschädlich machen.

Auch Verletzungen, Hitze, Reibung, chemische Stoffe oder UV-Licht, wie beim Sonnenbrand, können eine Inflammation auslösen. Hat das Immunsystem die schädigenden Reize im Griff, ebbt die Entzündung allmählich ab. Ohne diesen lebenswichtigen Prozess würden Infekte oder Wunden nicht heilen.

Neben diesen biologisch sinnvollen akuten Entzündungen gibt es aber auch falsche Alarmreaktionen der körpereigenen Abwehr, die chronisch verlaufen und massiven Schaden anrichten. Zu ihnen gehören Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Lupus Erythematodes oder Morbus Bechterew, die alle die Gelenke in Mitleidenschaft ziehen. Typ-1-Diabetes oder Multiple Sklerose sind ebenfalls Autoimmunerkrankungen.

Mögliche Auslöser für eine Rheumatoide Arthritis

Wieso sich das Immunsystem, das eigentlich Infekte abwehren soll, auf die Gelenke stürzt, ist noch weitgehend ungeklärt. Das Mikrobiom des Darms, also die Gesamtheit seiner Bakterien, scheint bei diesen fehlgesteuerten Prozessen eine Schlüsselrolle zu spielen. Dazu kommen genetische Faktoren, Virusinfekte und Stress. Rauchen verdoppelt das Risiko.

Bekannt ist: Am Anfang des Geschehens stehen Prostaglandine, hormonähnliche Stoffe, die der Körper bei Entzündungen freisetzt. Sie verursachen Schwellungen und Schmerzen in dem betroffenen Gelenk und beschleunigen dessen Verschleiß.

Ernährung

Ein Baustoff für diese Entzündungs- und Schmerzverstärker kommt aus unserer täglichen Nahrung: die mehrfach ungesättigte Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure. Sie steckt in tierischen Lebensmitteln und dabei vor allem in Schweinefleisch und Wurst. Ausführliche Informationen zu entzündungsfördernden und antientzündlichen Lebensmitteln finden Sie in einem gesonderten Beitrag.

Mangel an Vitamin D

Daten deuten darauf hin, dass Vitamin-D-Mangel beziehungsweise eine Vitamin-D-Resistenz eine Rolle bei rheumatoider Arthritis, systemischem Lupus erythematodes, autoimmuner Polyneuropathie, Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis spielen. Demnach könnte eine höher dosierte Therapie mit Vitamin D bei diesen Krankheitsbildern therapeutisch sinnvoll sein.

Vagusnerv

Nach Meinung von Experten spielt der Vagusnerv eine wichtige Rolle bei der Kontrolle von Entzündungsreaktionen. Der Vagusnerv ist ein vom Hirnstamm ausgehender Strang aus Nervenfasern, der an der Regulation von nicht willentlich beeinflussbaren Prozessen wie Atmung, Herzschlag und Darmbewegung beteiligt ist. Im Jahr 2000 wies Kevin Tracey vom amerikanischen Feinstein Institute for Medical Research in Manhasset nach, dass der Vagusnerv außerdem die Fähigkeit hat, Immunreaktionen herunterzufahren. Im Umkehrschluss vermutet man, dass eine Fehlfunktion des Vagusnervs zu einer Überreaktion des Immunsystems und damit zu Autoimmunerkrankungen wie Rheumatischer Arthritis führen kann.

Viren

Endgültig bewiesen ist es durch die Forschung bislang noch nicht, dass Infektionen zu Auslösern für Autoimmunerkrankungen werden können. Aber vieles spricht bereits dafür. Neben Streptokokken und anderen Bakterien haben Wissenschaftler auch einige Viren, allen voran das Epstein-Barr-Virus im Verdacht eine auslösende Wirkung zu haben. Es scheint als "Trigger" zum Beispiel für die Hashimoto-Thyreoiditis, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), aber auch für Multiple Sklerose oder Rheumatoide Arthritis infrage zu kommen. Letztere kann möglicherweise auch durch eine Infektion mit dem Parvovirus B19 (Verursacher der Ringelröteln) ausgelöst werden.

Rheumatoide Arthritis - vom Verdacht zur Diagnose

Der Verdachtsdiagnose auf Arthritis geht man nach, wenn beispielsweise:

  • mehr als zwei Gelenke geschwollen sind
  • eine symmetrische, weiche Schwellung der Fingergrund- und Fingermittelgelenke vorliegt
  • die Fingergrundgelenke und die Zehengelenke bei leichtem Druck schmerzen
  • die Gelenke morgens länger als 30 Minuten steif bleiben

In eine sichere Diagnose fließen neben Symptomen und Krankengeschichte eine Reihe von rheumatologischen Untersuchungen mit ein. Dazu gehört neben dem körperlichen Check-up eine Blutuntersuchung. Diese umfasst einen Test auf allgemeine Entzündungsmarker sowie die Bestimmung des klassischen Rheumafaktors als Anzeichen für eine Autoimmunerkrankung. Besonders aussagekräftig bei Arthritis ist die Bestimmung von Antikörpern gegen sogenannte cyclische citrullinierte Peptide (ACPA).

Erst die Kombination all dieser Methoden erlaubt dem Facharzt oder der Fachärztin eine sichere Diagnose. Zusätzliche Erkenntnisse über die Schwere der Arthritis und den Zustand der Gelenke liefern darüber hinaus bildgebende Verfahren durch Ultraschall, Röntgen oder Kernspin.

Die richtigen Medikamente zu einem frühen Zeitpunkt helfen, eine Arthritis in Griff zu bekommen. Bildnachweis: AdobeStock/joyfotoliakid

Die fünf wichtigsten Präparatgruppen gegen Arthritis

Mit den heutigen Medikamenten lassen sich Gelenkschmerzen, Schäden und Funktionsverlust der Gelenke bei rheumatoider Arthritis wirkungsvoll bekämpfen. Und zwar mit deutlich niedrigerer Dosis als noch vor ein paar Jahren. Wichtig ist der frühzeitige, intensive Therapiebeginn möglichst binnen drei Monaten nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen. Gerade zu Beginn der Erkrankung wütet die Entzündung am stärksten. Wird sie nicht gebremst, schreitet die Gelenkzerstörung am schnellsten fort. Entscheidend ist, dass Betroffenen gut mit Basistherapeutika eingestellt sind, die die übersteigende Reaktion des Immunsystems bremsen.

Kortison

Im akuten Schub einer Autoimmunerkrankung kommen Medikamente zum Einsatz, die einen direkten Einfluss auf die Entzündung nehmen. Mittel der Wahl sind seit vielen Jahren Kortison und seine Abkömmlinge, die sogenannten Glukokortikoide. Kortison unterdrückt immunologischen Vorgänge und bremst so überschießende Entzündungs- und Abwehrreaktionen. Dadurch lassen die entzündungsbedingten Schmerzen relativ rasch nach, auch die allgemeinen Symptome bessern sich. Jedoch hält der Effekt nur kurz an. Da bei zu hohen Konzentrationen und zu langer Anwendung außerdem schwerwiegende Nebenwirkungen drohen, wird Kortison inzwischen nach der Regel "so viel wie nötig und so wenig wie möglich" angewendet.

Schmerzmittel

NSAR hört und liest man hier oft. Diese Abkürzung bezieht sich auf diejenigen vom Typ der nichtsteroidalen Antirheumatika. Ibuprofen, Diclofenac oder diverse Coxibe überbrücken die Zeit, bis die Wirkung der Basistherapeutika einsetzt und helfen, bei akuten Schüben Kortison einzusparen.

Basistherapeutika

Zu Beginn der Behandlung ist das Mittel der Wahl meist Methotrexat. Der Klassiker bei rheumatischen Erkrankungen dämpft die körpereigene Abwehr und damit die überschießende Immunreaktion. Häufig wird Methotrexat anfangs kurzzeitig mit bis zu 30 Milligramm Prednisolon oder einem anderen Kortisonpräparat kombiniert.

Biologika

Darunter versteht man gentechnisch hergestellte Eiweiße, die gezielt entzündungsfördernde Substanzen im Körper abfangen oder deren Wirkung blockieren. Diese Substanzen, wie beispielsweise Abatacept, Adalimumab, Rituximab, oder Tocilizumab, werden gespritzt oder als Infusion verabreicht.

Biologika sind derzeit (noch) keine Therapieoption für alle Autoimmunerkrankungen. Ihre wichtigsten Einsatzgebiete sind gegenwärtig vor allem entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, die juvenile Arthritis (bei Kindern ab dem Alter von zwei Jahren) und die Psoriasis-Arthritis.

Januskinase-Hemmer (JAK-Inhibitoren)

Seit 2017 nutzt man in der Rheumatologie als Alternative zu Biologika vermehrt sogenannte JAK-Hemmer. Diese wirken im Inneren von Immunzellen und blockieren dort einen Signalweg, der für die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffen benötigt wird.

Begleitende Therapiemöglichkeiten

Ergänzend zu den vorgestellten Arzneimitteln trägt die physikalische Therapie dazu bei, Beweglichkeit zu erhalten, Gelenke zu lockern und Schmerzen zu lindern. Die Heilbehandlung kann Krankengymnastik physikalische und manuelle Therapie, Wärme- und Kälteanwendungen, Massagen und Elektrotherapie umfassen. Auch ein Gang in die "Kryokammer" mit Temperaturen um -110 Grad wird von Fachleuten als wirksam eingestuft.

Extreme Kälte wie hier in einer Kryosauna hilft Schmerzen bei Rheumatoider Arthritis zu lindern.
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So helfen Sie sich selbst bei Arthritis

Heilfasten gegen die Entzündung

Heilfasten heißt, für eine Weile fast vollständig auf Nahrung zu verzichten. Schon nach kurzer Zeit stellt der Körper auf eine innere Ernährung um, indem er sämtliche Stoffwechselprozesse ökonomisiert. Zunächst werden sämtliche Zuckerreserven verbraucht, danach schaltet der Körper auf Fettverbrennung um. Dabei wird unter anderem Fett abgebaut, das die Leber in ihre Zellen einlagert, wenn mehr Fett als benötigt aufgenommen wurde. Zudem steigt unter anderem der Cortisolspiegel an, wovon nicht zuletzt die Nebennieren profitieren. Auch der Darm wird beim Fasten gereinigt und kann sich erholen.

Heilfasten kann für Menschen mit einer Autoimmunerkrankung ein wirksames Mittel sein, um Entzündungsreaktionen zu reduzieren und Beschwerden nachhaltig zu lindern. Für die Rheumatoide Arthritis ist der antientzündliche Effekt wissenschaftlich belegt. Wobei Fasten - ob Heil- oder Intervallfasten - noch hilft, zeigt dieser Beitrag.

Fasten ist allerdings nicht für jeden geeignet. Keinesfalls fasten sollten Sie, wenn Sie Untergewicht haben, unter einem Nährstoffmangel leiden oder Typ-1-Diabetiker sind. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie während des Fastens nicht auf Ihre Medikamente verzichten können.

Eine Umstellung von Ernährung und Lebensstil ist ein wichtiger Schritt um mit Arthritis oder anderen Gelenkkrankheiten gut leben zu können.
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Gewichtsreduktion - jedes Kilo weniger zählt

Wer starkes Übergewicht mit sich herumträgt, ist bei Arthritis mehrfach belastet. Zum einen erhöhen die Pfunde das Risiko für die Erkrankung und erschweren notwendige Bewegungstherapien.

Zudem wirken etliche Medikamente bei Übergewichtigen weniger gut wie eine Analyse des Patientenregisters "Rabbit" von 2019 belegt. Besonders deutlich zeigte sich der negative Einfluss des Übergewichts bei einigen Biologika, die gezielt Entzündungsprozesse stoppen sollen, sowie bei konventionellen synthetischen Wirkstoffen wie Methotrexat. Schuld an der geringeren Wirksamkeit der Präparate sind offenbar entzündungsfördernde Botenstoffe aus den überflüssigen Fettzellen. Bei Frauen fiel der Effekt der Adipositas auf die eingesetzten Medikamente stärker aus als bei Männern.

Moderater Sport bei Arthritis

Dreimal pro Woche je eine halbe Stunde flottes Gehtraining hilft Rheumatikern die Entzündungsaktivität um 38 Prozent zu reduzieren und die Zahl der geschwollenen Gelenke von durchschnittlich 4,3 auf 1,9 zu halbieren und zugleich die Fitness zu verbessern. Wie schon frühere Studien auch, so zeigte eine amerikanisch-britische Arbeitsgruppe im Jahr 2018, dass sich eine stabile rheumatoide Arthritis durch ein Extra an körperlicher Belastung ähnlich wie bei Einsatz eines Basistherapeutikums verbessert. Solche Erkenntnisse führten dazu, dass die renommierte European League Against Rheumatism (EULAR) Sport bei Arthritis dieselbe Bedeutung zumisst wie Medikamenten.

Ratsam bei Arthritis ist in etwa das folgende Sportpensum:

  • Erwachsene unter 65 Jahren sollten bei mäßiger Intensität für mindestens eine halbe Stunde an 5 Tagen pro Woche aktiv werden.
  • Wird intensiver trainiert, liegt das Minimum bei 20 Minuten an 3 Tagen pro Woche.

Moderate Bewegung gehört mit zur Therapie bei Arthritis. Bildnachweis: iStock/shapecharge

Ernährungsumstellung auf entzündungshemmende Kost

Ein Umstieg auf antientzündliche Ernährung ist immer ein richtiger Schritt. Denn damit lindern Sie Entzündungsreaktion und Schmerzen nicht nur bei Arthritis, sondern auch bei Gelenkbeschwerden durch Arthrose oder Gicht wirkungsvoll. Mit Gemüse, zuckerarmem Obst, den richtigen Nährstoffen, Gewürzen und hochwertigen Pflanzenölen bringt die Ernährungsumstellung Rheumapatienten enorme Erleichterung. Sie kann die Erkrankung zwar nicht heilen, aber sie reduziert Entzündungsmediatoren im Blut. Dies sind die Stoffe, die eine Entzündungsreaktion des Körpers einleiten oder aufrechterhalten. Darüber hinaus sorgt ein Speiseplan mit antientzündlichen Gerichten für Schmerzlinderung, verschafft neue Beweglichkeit und hilft, Kortison oder Biologika zu reduzieren.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Publication date

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