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Ernährung
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Veröffentlicht am 17.10.2022

Bye-bye Fertiggerichte!

Warum Sie Fertiggerichte endgültig vom Speiseplan verbannen sollten und wie Sie stattdessen mit gutem Gewissen schlemmen können.

Mann isst Cheeseburger vor dem Laptop

Burger & Co. machen zwar schnell satt – aber noch schneller krank. Warum wir der Gesundheit zuliebe selbst kochen sollten, erklärt unsere Expertin. Bildnachweis: AdobeStock/phpetrunina14

Zugegeben, Fertiggerichte sind praktisch, weil schnell auf den Tisch gezaubert. Aber Achtung, lassen Sie TK-Pizza, Salatsauce aus dem Kühlregal oder Gulaschkonserve nicht zur Gewohnheit werden, denn sie sind überwiegend ungesund und enthalten mehr Kalorien als die selbst und frisch zubereiteten Varianten.

Fischstäbchen und Co. als Gewichttreiber

Dies verdeutlicht eine Studie mit 20 Probanden: Die eine Gruppe ernährte sich zwei Wochen lang ausschließlich von Fertiggerichten und stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Cornflakes, Fertigpizza und Fischstäbchen. Die andere Hälfte erhielt nur Essen aus frischen Zutaten mit viel Obst, Gemüse und Nüssen. Die Forscher hatten darauf geachtet, dass Eiweiße, Fett und Kohlenhydrate in beiden Gruppen etwa gleich verteilt waren. Alle Teilnehmer durften so viel essen, wie sie wollten.

Die Gruppe mit dem Fertigessen nahm im Schnitt 500 Kilokalorien täglich mehr auf als die Vergleichsgruppe mit frischer Kost. Nach bereits zwei Wochen hatten alle Probanden der ersten Gruppe ein Kilo mehr auf der Waage.

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Fertigpizza & Co. – ein kurzer Genuss mit schweren Folgen. Bildnachweis: Stocksy/Juan Moyano

Was macht Fertiggerichte eigentlich so ungesund?

Was aber unterscheidet die Fertiggerichte vom frischen Essen? Es sind mehrere Faktoren, die hier zum Tragen kommen: Im Schnitt wurden in der Studie die Fertiglebensmittel schneller verzehrt, da sie eher eine weichere Konsistenz haben und daher weniger gut gekaut werden müssen. Dies könnte ein Grund sein, warum es zum vermehrten Essen gekommen war. Zudem enthielten die Fertigessen mehr schnell verfügbare Zucker und deutlich weniger Ballaststoffe als die frischen Lebensmittel. Eine fatale Kombi, denn fehlen Ballaststoffe, setzt das Sättigungsgefühl später ein und man isst mehr. Und leicht verdauliche Zucker rauschen direkt ins Blut und lassen den Insulinspiegel so in die Höhe schnellen – ein hoher Insulinspiegel verhindert, dass der Körper Fett verbrennt.

Hinzu kommt auch der höhere Gehalt an ungesunden Fetten, insbesondere an Transfetten, die vor allem dann entstehen, wenn Pflanzenöl im Herstellungsprozess gehärtet wird, also zum Beispiel bei der Produktion von Backwaren oder Kartoffelchips.

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Transfette – die unsichtbare Gefahr in Backwaren und vielen weiteren Fertiggerichten. Bildnachweis: Stocksy/Andrew Urwin

Länger leben ohne Fertiggerichte

Doch es sind nicht nur die Transfette (gehärtete Fette), die industriell stark verarbeitete Lebensmittel wie Fast Food, Wurst, Chips oder zuckerhaltige Limonaden so ungesund machen. Viele Fertiggerichte haben reichlich konzentrierte Kalorien, die sich ungünstig auf die Figur auswirken. Dazu kommt die Kombi aus zu viel Salz und Zucker, aber zu wenig Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen – ein ungünstiger Mix für die Gesundheit.

Gleich drei aktuelle große Studien belegen diesen Zusammenhang eindeutig: Fertiggerichte verkürzen das Leben, sind mit einer erhöhten Mortalität und einer erhöhten Rate an kardiovaskulären Erkrankungen verbunden. Auch kommen Krebserkrankungen, insbesondere Brustkrebs, deutlich häufiger bei Menschen vor, auf deren Speiseplan meist stark verarbeitete Lebensmittel stehen. Damit nicht genug: Eine aktuelle internationale Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass der Verzehr hochprozessierter Lebensmittel auch der Grund dafür ist, dass chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa weltweit auf dem Vormarsch sind.

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Knusprig, lecker, lebensverkürzend – Fertigprodukte sind mit Vorsicht zu genießen! Bildnachweis: iStock/beats3

Industriell verarbeitete Fertigprodukte enthalten eine Reihe von nicht-natürlichen Zutaten und Zusatzstoffen wie künstliche Aromen, Stabilisatoren, Emulgatoren und Konservierungsmittel. In Tierexperimenten konnte gezeigt werden, dass diese die Darmbarriere schädigen können. Somit ist der Weg frei für schädliche Bakterien: Sie können durch die Darmwand in den Körper eindringen und eine Entzündung des Darmes hervorrufen.

Das sind doch wahrlich gute Gründe, um eine Lanze fürs Selbstkochen zu brechen und Ihrer Gesundheit zuliebe die Finger von Fertiggerichten zu lassen!

Salz – Segen und Fluch zugleich

Unser Körper braucht Salz zum Überleben. Seine Bestandteile Natrium und Chlorid haben eine essenzielle Bedeutung für die Regulation des Blutdrucks und des Flüssigkeitshaushalts der Körperzellen. Doch auch hier macht die Dosis das Gift! Salz wird in vielen Fertiggerichten und hochverarbeiteten Lebensmitteln zum Würzen und Konservieren eingesetzt. So nehmen wir oft wesentlich mehr Salz zu uns, als gesund ist. Eine aktuelle Studie aus China konnte erstmalig zeigen, dass eine Reduktion des Salzkonsums um 25 Prozent nicht nur den Blutdruck verbessert, sondern auch das Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko und das damit einhergehende Sterberisiko um zwölf bis 14 Prozent absenkt.

Daher: Fertiggerichte meiden und auch sonst Salz möglichst sparsam verwenden, besser beim Würzen auf Kräuter zurückgreifen.

Schlemmen ohne Schuldgefühle: Süßkartoffelpommes aus dem Backofen

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Ein Leben ohne Pommes muss nicht sein! Probieren Sie die gesündere Süßkartoffel-Variante. Bildnachweis: GU Verlag/Katrin Winner

Hier geht's zur Rezeptanleitung für die selbstgemachten Pommes!

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